Bürgermeister Dr. Oliver Franz lädt Unternehmensberatungen zum Branchengespräch ein

Am 29.5.2019 lud Bürgermeister Dr. Oliver Franz Wiesbadener Unternehmensberatungen zum Branchengespräch Consulting ins Rathaus ein. Dr. Franz – gleichzeitig auch Wirtschaftsdezernent der Stadt – möchte mit den Branchengesprächen Foren schaffen, bei denen Branchenvertreter Ideen und Wünsche direkt an die Stadt adressieren können.  Vorbereitet wurde dieses Branchengespräch vom ncrm network consulting rhein-main e. V. unter der Leitung seines Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus M. Bernsau.

Bürgermeister Dr. Franz und ein dreiköpfiges Team aus seinem Stab saßen mit 15 Unternehmensberaterinnen und -beratern aus Wiesbaden zusammen. Dr. Franz leitete das Treffen ein, indem er wichtige Themen vorstellte, die die Stadt Wiesbaden bewegen. Er sprach unter anderem die Flächenvermittlung in der Stadt an sowie die Problematik der Umwandlungen von Gewerbeflächen zu Wohnraum. Aber auch Themen wie die Attraktivität der Stadt, die trotz guter Wirtschaftslage relativ hohe Arbeitslosigkeit sowie die aktuelle Verkehrs- und Parkplatzsituation wurden angesprochen.

Daran schloss Dr. Bernsau vom ncrm e. V. mit seinem Impulsvortrag „Consulting. Standort. Wiesbaden. Inspektion und Inspiration“ an. Er begann mit einem kurzen Rückblick auf die Historie des Beratungs-Clusters in Wiesbaden und der Rhein-Main-Region und hinterfragte in diesem Zusammenhang den Status von Wiesbaden als „heimliche Beraterhauptstadt“. Verschiede Bereiche, in denen sich die Consulting Branche und die Stadt gegenseitig unterstützen können, wurden ebenso angesprochen. Dabei kam auch das Thema der öffentlichen Aufträge und die Transparenz bei deren Vergabe zur Sprache. Dr. Bernsau machte deutlich, dass er in der Consulting Branche wirtschaftliches und Kompetenz-Potenzial für die Stadt sieht, welches sie noch nicht vollständig ausschöpft.

In der anschließenden Diskussion wurde intensiv über die Vergabe von Beratungsaufträgen durch die Stadt diskutiert. Die Mehrheit der anwesenden Berater wünschte sich mehr Transparenz über Aufträge, die von der Stadt vergeben werden. Auch wurde die Hoffnung auf stärkere lokale Vergabe der Aufträge geäußert. Dr. Franz wies darauf hin, dass die Stadt Wiesbaden die Vergabe gemäß hessischem, deutschem und EU-Vergaberecht gestaltet und somit ihr Einfluss doch eingeschränkt sei.

Den zweiten wichtigen Diskussionspunkt bildeten die Themen Fachkräfte und Nachwuchs, bei denen Wiesbaden trotz dreier Hochschulen vor Ort gegenüber klassischen Universitätsstädten, wie z.B. Mainz und Metropolen wie Frankfurt, Berlin oder München im Nachteil ist. Dr. Oliver Franz regte dazu an, bei einem nächsten Treffen die lokalen Hochschulen sowie die IHK einzubinden.

Von beiden Seiten wurde das Treffen positiv gewertet und als Anfang eines möglichen intensiveren Austauschs gesehen. Dr. Franz versprach ein Folgetreffen zum Ende des Jahres 2019 unter Einbezug der IHK Wiesbaden anzustoßen. Der Bürgermeister regte zudem vermehrtes Netzwerken der Beraterinnen und Berater unter einander an und griff damit eine Anregung auf, die auch Dr. Bernsau vom ncrm e.V. in seinem Impulsvortrag mehrfach gegeben hatte. In diesem Zusammenhang wurde neben dem Beraternetzwerk ncrm e.V. auch auf diese von der Stadt Wiesbaden wesentlich mit initiierte Plattform Consulting Region Frankfurt RheinMain verwiesen.

Viktoria Rot, Dr. Klaus M. Bernsau KMB| Konzept Management Beratung für Unternehmenskommunikation bzw. ncrm network consulting rheinmain e.V.